Entscheidende Verbesserungen beim Temperaturverhalten von Kraftaufnehmern durch ein neuartiges Kompensationsverfahren des Kennwertes (Spanne) erlauben den Bau von Präzisions-Kraftaufnehmer für Temperaturbereiche bis 250°C
Im Allgemeinen lässt sich feststellen, daß Temperaturänderungen bei DMS-Aufnehmern eine geringe mechanische Verformung, eine Veränderung des Aufnehmer-Nullpunktes und eine geringe Änderung des E-Modules des Aufnehmerkörpers hervorrufen, was sich durch eine Änderung des Brückenausgangssignales darstellt. Da die mechanische Verformung üblicherweise auf alle DMS in einer Vollbrückenschaltung gleichmässig einwirkt, eliminiert sie sich weitgehend selbst, sodaß nur die beiden letztgenannten Effekte durch eine Temperaturkompensation ausgeglichen werden müssen.
Die Temperaturabhängigkeit des Brücken-Nullsignales wird durche ine Kombination von Einflüssen hervorgerufen, die im wesentlichen mit den gesamten Komponenten, aus denen die Meßbrücke geformt wird, zu tun haben. Besonders bei ungünstiger Temperaturverteilung kann es dabei zu Nullpunktsfehlern kommen, die deutliche höher sind als allgemein in den Kenndaten angegeben wird. Da der Temperaturfehler des Nullpunktes unabhängig von der Belastung ist, ist naturgemäß der Fehler besonders lästig, wenn der Meßbereich des Aufnehmers nur zu einem geringen teil ausgenutzt wird. Dies sollte generell unbedingt vermieden werden.
Durch Einbau eines temperaturabhängigen Widerstandes lässt sich der Temperturfehler des Nullsignales weitgehend kompensieren. Zusätzliche Verbesserung erreicht man, wenn in der Applikation die Möglichkeit besteht, durch eine Leermessung (unbelasteter Zustand) das Temperaturverhalten des Aufnehmers im Nullpunkt über den gewünschten Temperaturbereich zu erfassen oder wenn man bei höherer Temperatur den Nullpunkt des Aufnehmers in der Nachfolgeelektronik nachstellen kann.
Beispiel

