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Kennwert-Kompensation erlaubt den Bau von temperaturkompensierten Kraftaufnehmern für Temperaturen bis +250°CHier finden sie weitergehende messtechnische Informationen zu Hochtemperatur Kraftaufnehmern

Kraftaufnehmer für hohe Temperaturen

Ein neuartiges Temperaturkompensationsverfahren für die Kompensation des Temperaturfehlers des Kennwertes von Kraftaufnehmern (Messspanne) ermöglicht den Bau von temperaturkompensierten Kraftaufnehmern über einen Temperaturbereich bis +250°C mit wesentlich geringerer Temperaturabhängigkeit des Kennwertes. Bei der derzeit üblichen Temperatur- Kompensationsmethode wird bei DMS-Kraftaufnehmern zur Reduzierung der Temperaturabhängigkeit des Kennwertes ein Nickel- oder Balco-Widerstand in Serie mit der Sensorspeisung eingesetzt. Dieses Verfahren ist allerdings begrenzt durch die steigende Unlinearität des Kompensationswiderstandes bei Temperaturen über 100°C; bei Temperaturen >200°C scheidet das Verfahren vollständig aus. Bei dem neuartigen, jetzt zum Patent angemeldeten Verfahren, wird mit einer passiven Kompensation direkt in der DMS-Brücke gearbeitet.

Dabei wird der Temperaturkoeffizient des passiven Kompensationselementes so ausgelegt, dass er sich invers zum TK des Kennwertes des unkompensierten Sensorelementes verhält. Damit lassen sich für alle DMS-Aufnehmer äußerst geringe Kennwert-Temperaturfehler von typisch 0,005%/°C, mit weiterem Kompensations-Aufwand sogar 0,001%/°C über einen weiten Temperaturbereich bis +250°C realisieren. Mehr als 2/3 aller Kraftaufnehmer-Modelle aus dem umfangreichen Aufnehmerprogramm können mit dieser Methode für den Einsatz über einen weiten Temperaturbereich kompensiert werden.